Emergency Position Indicating Radio Beacon

Was ist das ?

(Hier Klicken zur Erklärung aller Abkürzungen oder um eine Gegenüberstellung von EPIRB-Typen zu lesen)

Eine EPIRB-Boje dient der Alarmierung von SAR-Rettungsstellen nach einem Seenotfall oder nach einem Flugunfall. Zu diesem Zweck bestimmt eine EPIRB nach der Alarm-Auslösung zunächst die eigene Position und sendet dann einen Notruf über einen oder mehrere Satelliten aus.

Eine EPIRB sendet im Notfall vollautomatisch Datensätze über die Satelliten an die Bodenstationen, in denen die Fahrzeugkennung, der Notfall-Typ, die letzte aktuelle Position mit Uhrzeit sowie die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit enthalten sind. Ein aufwendiger CRC-Fehlerschutz der Sendesignale gewährleistet den Empfangsstationen einen Empfang und eine Dekodierung auch wenn Störungen während der Übertragung aufgetreten sind. Tests haben gezeigt, daß ein Empfang durch alle Bodenstationen auch dann noch möglich ist, wenn nur mit 100 mW (1/10 der nominalen Sendeleistung) gearbeitet wird.
 
Das Bild zeigt den Signal-Weg nach einer Notruf-Auslösung.
Weg des Informationsflusses
Zunächst bestimmt der Notsender seine eigene Position mit Hilfe des GPS-Satellitennavigationssystems (später auch GALILEO). Dies geschieht mit Hilfe eines eingebauten, autarken GPS-Empfängers. Die Positionsbestimmung kann aber auch durch Anschluß der EPIRBs an das Fahrzeugeigene Navigationssytem sichergestellt werden.

Nach Ablauf einer vorgeschriebenen Wartezeit von zwei bis acht Minuten beginnt die EPIRB mit der Aussendung der Notmeldung über einen oder mehrere Inmarsat-Satelliten. Während dieser Wartezeit wird ein akustisches Signal ausgegeben, um dem Nutzer eine letzte Möglichkeit zur Deaktivierung zu geben. Hiermit soll Fehlauslösungen vorgebeugt werden.

Eine EPIRB ist meist in Form einer schwimmenden Boje ausgeführt. Eine EPIRB löst sich bei einem Schiffsuntergang selbständig aus ihrem Halter, schwimmt an die Oberfläche und sendet eine Notmeldung aus. Eine EPIRB kann aber auch über eine Fernbedieneinheit von der Schiffsbrücke aus aktiviert werden. Die navtec-EPIRB kann als separate Einheit mitgeführt und manuell ausgelöst werden.

Ist die EPIRB in einem Halter an Bord eines Schiffes montiert, so kann die Notmeldung auch über eine Fernbedieneinheit ausgelöst werden. Die Fernbedieneinheit gestattet auch die Eingabe des Notfall-Typs. Im Gegensatz zu einfachen ELTs (mit Ortung durch polumlaufende Satelliten) bieten EPIRBs eine wesentlich höhere Sicherheit für den Nutzer. Diese wird zum einen durch eine höhere Ortungs-Genauigkeit und zum anderen durch die verbesserte Satellitenverfügbarkeit hervorgerufen.

EPIRBs sind vor allem für den Gebrauch und die Sicherheit auf ausrüstungspflichtigen Seeschiffen gedacht. Das Mitführen und der Einsatz von EPIRBs auf Segelyachten sowie in der Luftfahrt ist nun auch durch das portable und handliche navtec-System möglich geworden.

Eine Gegenüberstellung von ELT- und EPIRB-Systemen finden Sie auf unseren WWW-Seiten. Weiterhin wird erklärt, was nach einer Fehlauslösung zu tun ist.

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